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"Soziale Arbeit ist nicht nur irgendeine Profession. Sie lebt von der Faszination, die von Menschen ausgeht. Sie lebt von der Freude am Komplizierten und Komplexen, am nicht völlig durch Analyse Erfaßbaren und durch Konzepte Bewältigbaren. Soziale Arbeit ist Kommunikationskunst und Organisationskunst, allerdings nie l’art pour l’art." (Peter Pantuček, österr. Soziologe)

Die Arbeit in sozialen Tätigkeitsfeldern gilt oft als besonders Sinn stiftend und zufriedenstellend. Das Sozialmanagement strukturiert und gestaltet diese gesellschaftlich zentralen Arbeitsbereiche mit professionellen Instrumenten und nachhaltigen Prozessabläufen.

Voraussetzungen

Soziale Arbeitsbereiche in öffentlichen Verwaltungen, in Unternehmen oder bei freien Trägern erfordern auch heute vor allem soziale Kernkompetenzen. Daneben ist ein profundes Wissen über effiziente Prozessgestaltung, betriebswirtschaftliche Zielformulierung und -erreichung sowie verschiedene administrative Bereiche notwendig.

Interesse am Umgang mit Menschen und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein sind wichtige persönliche Eigenschaften, die Sie mitbringen sollten, um mittel- bis langfristig erfolgreich im Sozialmanagement zu arbeiten. Für den Erwerb der wirtschaftlichen Kenntnisse sollten auch mathematische Fähigkeiten, ein Verständnis für rechtliche beziehungsweise politische Zusammenhänge und unternehmerisches Denken vorhanden sein.

Die Globalisierung ist auch für das Sozialmanagement-Studium ein wichtiger Einflussfaktor. Viele wissenschaftliche Erkenntnisse werden heute in englischer Sprache veröffentlicht. Sowohl für Ihren Studienerfolg als auch für Ihre späteren beruflichen Entwicklungsperspektiven ist eine gute Beherrschung der Fremdsprache ausschlaggebend.

Entwicklungsoptionen

Nach einem grundständigen Sozialmanagement-Studium stehen Ihnen zahlreiche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten offen. In vielen Branchen werden Fachleute mit ausgeprägtem Praxiswissen und theoretischem Know-how gesucht und zu attraktiven Konditionen beschäftigt.

Berufliche Qualifizierung auf Hochschulniveau ist für Quereinsteiger/-innen aus betriebs- und sozialwissenschaftlichen Studienrichtungen sowie für erfahrene Fachkräfte aus der Pflege- und Gesundheitsbranche ein relevanter Zugang zu einer Tätigkeit im Sozialmanagement. In berufsbegleitenden Studiengängen können Sie mit diesem Hintergrund Ihre berufliche Zukunft im Sozialmanagement vorbereiten.

Jobs nach dem Studium des Sozialmanagements

Die Qualifizierung durch ein grundständiges Sozialmanagement-Studium eröffnet Ihnen den Zugang zu einer Karriere in Arbeitsbereichen wie

  • Dokumentation,
  • Change-Management,
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Unternehmens- und Organisationsentwicklung,
  • Projektmanagement,
  • Qualitätsmanagement für Dienstleistungen,
  • Sozialplanung oder
  • Verwaltung.

Außer dem direkten Einstieg in die Berufspraxis können Sie mit einem Bachelor in Sozialmanagement auch den Weg in die Wissenschaft oder in höher qualifizierte Führungspositionen suchen. Das anschließende Masterstudium in Sozialmanagement oder in einer der angrenzenden Disziplinen ermöglicht Ihnen die Wahl eines zu vertiefenden Schwerpunkts.

Arbeitgeber mit Aufgaben für Sozialmanager/-innen

Arbeitsfelder und Tätigkeiten für Sozialmanager/-innen finden sich in vielen klassischen Sozial- und Gesundheitsbranchen, aber auch in möglicherweise überraschenden Bereichen. Wer sich nicht an einen Arbeitgeber binden will, hat darüber hinaus die Option, sich als

  • Unternehmens- und Organisationsberater/-in,
  • Coach,
  • Projektmanager/-in oder
  • mit einem sozialen Unternehmen
selbständig zu machen.

Öffentlicher Dienst

Öffentliche Arbeitgeber bieten auf allen Ebenen von der Kommunalverwaltung bis zu Bundesministerien Tätigkeitsfelder, in denen Sie mit einem Abschluss in Sozialmanagement gute Berufsaussichten haben. Typische Arbeitsfelder für studierte Sozialmanager/-innen sind operative und administrative Aufgabenbereiche in

  • den Jugendämtern,
  • den Sozialberatungen,
  • den Familien- und Seniorenhilfsstellen oder
  • der Öffentlichkeitsarbeit.

Unternehmen

Die Öffnung des Sozialmarktes für privatwirtschaftliche Unternehmen ist für gut ausgebildete Sozialmanager/-innen ein großer Vorteil bei der Jobsuche. Private Pflege- und Seniorenheime, Privatkliniken mit unterschiedlichen Gesundheitsangeboten sowie ein breites Spektrum von Sport-, Freizeit- und Kulturdienstleistungsunternehmen bieten Ihnen nach Ihrem Abschluss in Sozialmanagement anspruchsvolle Positionen.

Verbände und Vereine

Interessenverbände, Vereine und viele Non-Profit-Organisationen vervollständigen den Arbeitsmarkt für Sozialmanager/-innen. Wenn Sie in diesem Bereich Ihre berufliche Zukunft suchen, bietet es sich an, über das Studium hinaus Praxiswissen durch einschlägige Praktika zu erwerben.

Karitative und religiöse Einrichtungen bieten engagierten Sozialmanagerinnen und -managern gute Entwicklungsmöglichkeiten und Aufgaben mit ethischem und persönlichem Mehrwert. Auch in diesen Arbeitsgebieten sind effiziente Mittelverwendung, präzise Zielgruppenansprache und gute Organisationsplanung wichtige Aufgaben für Fachleute des Sozialmanagements.

Studium Sozialmanagement

An manchen Hochschulen wird erwartet, dass Studienbewerber/-innen ergänzend zum studienqualifizierenden Schulabschluss eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen sozialen Ausbildungsberuf belegen können. Die Berufspraxis für stark am operativen Wissen orientierten Studiengängen kann in manchen Fällen ersatzweise durch mehrmonatige Praktika in entsprechenden Tätigkeitsbereichen nachgewiesen werden.

Grundständiges Studium Sozialmanagement

Bereits direkt nach der Schule können Sie mit einem grundständigen Studium in das Sozialmanagement einsteigen. Private und öffentliche Hochschulen bieten für diese Option zahlreiche Studiengänge, die überwiegend als Vollzeitstudium innerhalb von sechs bis acht Semestern zu absolvieren sind.

Ein duales Studium, mit dem Sie Praxiserfahrung und theoretisches Hintergrundwissen kombinieren, ist heute eine beliebte Alternative zum Vollzeitstudium. Auch für das Sozialmanagement gibt es verschiedene Möglichkeiten, berufliche Praxis in einem sozialen Tätigkeitsfeld mit dem Studium zu ergänzen.

Berufsbegleitendes Studium Sozialmanagement

Die Finanzierung des Studiums ist manchmal ein ausschlaggebendes Kriterium, sich gegen ein Sozialmanagement-Studium zu entscheiden. Ein berufsbegleitendes grundständiges oder weiterführendes Studium kann in diesem Fall eine sinnvolle Lösung bieten.

Speziell Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler/-innen bilden die Zielgruppe für diese Studienangebote. Entsprechend der jeweiligen Vorbildung können Sie sich parallel zu Ihrer Berufstätigkeit für einen beruflichen Wechsel qualifizieren.

Als berufsbegleitend konzipierte Studiengänge Sozialmanagement finden hauptsächlich im Abendstudium oder in einer der modernen Formen des Fernstudiums statt. In diesem Fall müssen Sie mindestens für die Prüfungsphasen Präsenzzeiten an der anbietenden Hochschule oder in einem angegliederten Studienzentrum einplanen.

Studienschwerpunkte im Sozialmanagement-Studium

Im Studium Sozialmanagement erwerben Sie im grundständigen und im weiterführenden Studium ein breites Spektrum an Kompetenzen, die Sie bis zum Abschluss individuell gewichten können. Zu diesen Kenntnissen zählen unter anderem diese Studieninhalte:

  • Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
  • Diakonie und soziale Arbeit
  • Gesundheits- und Pflegewirtschaft
  • Gesundheitsökonomie
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Marketing
  • Non-Profit-Management
  • Personalwirtschaft
  • (Sozial-)Psychologie
  • Soziologie
  • Public Governance
  • Public Management
  • Sozial- und Wirtschaftsethik
  • Sozialmanagement
  • Sozialpädagogik

Studienfinanzierung für das Sozialmanagement-Studium

Am leichtesten ist die Studienfinanzierung im Sozialmanagement-Studium, wenn Sie bereits eine berufliche Qualifikation erworben haben und nebenbei in Ihrem Beruf arbeiten können. Auch Studierende im dualen Studium sind beim Thema Studienfinanzierung leicht im Vorteil.

Die in einigen Studiengängen obligatorischen Praktika zur Ergänzung theoretischer Studieninhalte können Ihre finanzielle Situation positiv beeinflussen, obwohl in sozialen Branchen noch immer niedrigere Durchschnittslöhne gezahlt werden als in anderen Wirtschaftsbereichen. Mit einem Studienjob, der Ihnen die Anwendung des Studienwissens ermöglicht, realisieren Sie jedoch immerhin einen Mehrfachnutzen:

  • Finanzierung des Studiums,
  • Vertiefung des Fachwissens und
  • Knüpfen eines Netzwerks.

Klassische Mittel der Studienfinanzierung sind neben dem Elternunterhalt auch Transferleistungen wie BAföG, Leistungen nach dem SGB II oder Wohngeld. Diese richten sich an unterschiedliche Zielgruppen; konkrete Informationen zu Ihrer individuellen Chance auf Bewilligung bietet das Studentenwerk der Hochschule, an der Sie Sozialmanagement studieren.

Ein Instrument der Studienfinanzierung, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind die privaten und öffentlichen Stipendien, die für unterschiedliche Zielgruppen und zu variierenden Konditionen abrufbar sind. Kompetente Informationen hierzu finden Sie ebenfalls beim Studentenwerk, in den Bürgerämtern oder im Internet.

Zukunftsperspektiven im Sozialmanagement

Die soziale Arbeit mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten gilt als aussichtsreiches Arbeitsfeld. Insofern können Sie sich nach Ihren persönlichen Stärken und Interessen für einen der möglichen Tätigkeitsschwerpunkte in Aufgabenbereichen wie

  • Pflege,
  • Gesundheitswesen,
  • (Sozial-)Pädagogik,
  • Sport und Gesundheitsprävention oder
  • Kultur- und Freizeitmanagement
  • entscheiden.

Viele aktuelle Entwicklungen sprechen dafür, dass Sozialmanagement eher an Bedeutung gewinnen wird. Mit einer soliden Wissensbasis und lebenslangem Lernen sind Sie nach dem Sozialmanagement-Studium für viele zukunftssichere Aufgaben gut präpariert.

Vernetzung ist im Sozialmanagement für einen langfristig erfolgreichen Karriereverlauf ebenso wichtig wie in anderen Berufsfeldern. Internationale Interessenverbände, Alumni-Organisationen und regionale Arbeitsgemeinschaften sind sinnvolle Anlaufstellen, um Ihren Informations- und Erfahrungsaustausch mit Berufskollegen zu unterstützen.

Zu den wichtigen Kriterien, sich langfristig im sozialen Bereich beruflich zu engagieren, zählt neben dem Gehalt vor allem der immaterielle Mehrwert, den viele Arbeitgeber bieten. Organisationen und Unternehmen haben erkannt, dass gerade in einem oft mental belastenden Umfeld diese Zusatzleistungen vielen Beschäftigten wichtig sind.

Fazit

  1. Sozialmanagement strukturiert soziale Arbeit und bildet die Schnittstelle von Mensch und Organisation.
  2. Das Sozialmanagement-Studium ist interdisziplinär und vereint eine Vielzahl von Kompetenzen.
  3. Soft Skills und Faktenwissen sind für Sozialmanager/-innen gleichermaßen relevant.
  4. Das Spektrum potentieller Aufgabenbereiche nach dem Sozialmanagement-Studium ist vielseitig und abwechslungsreich.
  5. Sozialmanagement zu studieren kann für Berufserfahrene einen beruflichen Neustart ermöglichen.
  6. An europäischen Hochschulen sind Studiengänge in Sozialmanagement zum Aufbau grundständigen Basiswissens und weiterführender Spezialisierungen zu finden.
  7. Praxiswissen aus einem sozialen Ausbildungsberuf oder einschlägige Praktika verbessern die Karrierechancen im Sozialmanagement.
  8. Die Finanzierung für ein Studium des Sozialmanagements kann mit mehreren Instrumenten gestaltet werden.
  9. Studium und Karriere im Sozialmanagement können nach persönlichen Interessen und Stärken gestaltet werden.
  10. Sozialmanagement gilt als zukunftssicheres Tätigkeitsfeld mit allerdings vor allem immateriellem Nutzen.
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